Interview nach erfolgreich beendeter Postdoc-Phase
Glückwunsch, liebe Issam, Du hast Deinen Postdoc beendet. Wie war die Stelle ausgestaltet?
Die 50/50-Stelle hat mir die enge Verzahnung von Forschung und Praxis ermöglicht: An der Universität Stuttgart koordinierte ich Module, hielt Vorlesungen und betreute 球探比分网de. Am Fraunhofer-Institut IPA lag mein Schwerpunkt auf der anwendungsnahen Forschung mit engem Industriebezug. In Esslingen war ich als Lehrbeauftragte tätig und übernahm eigenständig Lehrveranstaltungen.
Du bist jetzt fertig mit Deinem Postdoc: Wie fühlt es sich an?
Einerseits ist da ein starkes Gefühl von Abschluss: Ich habe mehrere Jahre extrem fokussiert gearbeitet. Dass diese Phase vorbei ist, bringt erstmal Erleichterung. So ein leises „Ich hab’s wirklich geschafft.“ Diese Erleichterung resultiert insbesondere aus den hohen organisatorischen Anforderungen, die verbunden waren mit der Parallel-Tätigkeit an einer Hochschule und bei der Fraunhofer-Gesellschaft.
Worum ging es bei Deinem Postdoc-Projekt?
Ziel war die Entwicklung eines strategischen Fahrplans zur Umsetzung einer Digitalen-Zwilling-Lösung aus wirtschaftlicher Perspektive, insbesondere im Kontext von Predictive Health Maintenance. Darüber hinaus bezweckt meine Studie einen realistischen Status quo der Umsetzungsherausforderungen in Deutschland darzustellen. Ich gehe davon aus, dass die abgeleiteten Empfehlungen einen hohen praktischen Nutzen aufweisen und für Unternehmen von erheblicher Relevanz sind.
Welche Aspekte im Postdoc haben Dir besonders Spaß gemacht?
Insgesamt habe ich die Arbeitsatmosphäre als äußerst unterstützend und wertschätzend erlebt. Die Tätigkeit an der Hochschule Esslingen hat mich insbesondere darin bestärkt, wieder stärker in die Lehre zurückzukehren.
Was waren für Dich die größten Herausforderungen?
Die größte Herausforderung lag in der Organisation zwischen den beiden Stellen sowie in der klaren Abgrenzung und Zuordnung von Aufgaben und Verantwortlichkeiten zwischen der Universität Stuttgart und der Fraunhofer Gesellschaft IPA.
Welche Art der Unterstützung durch HE-Personal hat Dir den Postdoc erleichtert?
Sehr hilfreich waren die Informationsveranstaltungen sowie der Austausch mit berufserfahrenen Ansprechpartner:innen. Frau Gühring hat mich beim Berufungsvortrag großartig unterstützt. Die Projektkoordination war sowohl in rechtlichen als auch organisatorischen Fragen von großer Bedeutung.
Welche Tipps würdest Du Personen geben, die an einem Postdoc interessiert sind?
Wichtig ist es, den eigenen Fokus frühzeitig klar zu definieren sowie eine strukturierte Aufteilung von Verantwortlichkeiten festzulegen, insbesondere bei kombinierten oder geteilten Stellen. Zudem sollte ein kontinuierlicher Austausch mit allen Projektbeteiligten sichergestellt werden.
Wie geht es jetzt für Dich weiter?
Ich bin zunächst in die Wirtschaft zurückgekehrt und arbeite als Consultant für Unternehmens- und Projektfinanzierung. Langfristig möchte ich jedoch weiterhin in der Lehre tätig sein und perspektivisch eine Professur anstreben. Derzeit bewerbe ich mich auf entsprechende Stellen.
Viel Erfolg dabei, liebe Issam! Wir sehen Dich gerne als Professorin wieder!

