Die systematische Beobachtung globaler Cyberbedrohungen bildet eine zentrale Grundlage unserer Forschung am ISVS. Im Mittelpunkt steht der Betrieb und die wissenschaftliche Auswertung eigener Honeypot-Infrastrukturen sowie internetweiter Scanner, mit denen wir die globale Angriffs- und Expositionslandschaft erfassen. Diese Messinfrastrukturen ermöglichen es uns, sowohl Angriffsaktivitäten als auch die öffentlich erreichbare Angriffsfläche vernetzter Systeme systematisch zu untersuchen.
Neben der Analyse von Angriffsmustern erforschen wir insbesondere die Konfiguration, Versionierung und sicherheitstechnischen Eigenschaften von Diensten und Protokollen im Internet. Dazu zählen unter anderem Fehlkonfigurationen, veraltete oder unsichere Softwarestände sowie strukturelle Schwächen in der Absicherung exponierter Systeme. Auf dieser Basis identifizieren wir Trends, bewerten den Sicherheitszustand ganzer Systemklassen und entwickeln Modelle zur Beschreibung von Verwundbarkeiten und Risiken. Die gewonnenen Erkenntnisse dienen als methodische Grundlage für weiterführende Forschungsarbeiten und die Entwicklung neuer Sicherheitskonzepte.